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Liebe Vereinsfreundinnen und Vereinsfreunde,

ich fange gleich mit unserer Reise ins genussreiche Piemont an, denn
sonst hatten wir ja keine weiteren Veranstaltungen im Juli. Pünktlich um 6
Uhr ging die Reise mit einem netten Busfahrer und Gattin, die uns
während der Fahrt bestens betreut haben, los. Nach gut elf Stunden
kamen wir an unserem Ziel an. Im Laufe der Woche konnten wir viele neue
Eindrücke gewinnen, aber auch Entspannung stand am Abend auf dem
Plan, denn die Ausflüge bei über 30° waren doch sehr anstrengend. Vor
dem Abendessen trafen wir uns fast alle am Pool. Einziger Nachteil bei
unserer Unterkunft waren die Stechmücken, die abends die Gäste nervten
und sich dadurch viele in der Lobby aufhielten.
Am zweiten Tag wurden wir von unserer Stadtführerin Elena in Turin
begrüßt. Turin hat 890530 Einwohner, viele Studenten und ist die
viertgrößte italienische Stadt mit vielen Sehenswürdigkeiten. Besichtigt
haben wir den Dom, gebaut in den Jahren 1491-1498. Er beherbergt das
Turiner Grabtuch, eine Leinentuch, das das Abbild eines Mannes zeigt.
Von Pilgern wird es verehrt als Tuch, in das Jesus im Grab gewickelt
wurde. Die Schlösser und Residenzen der Herzöge von Savoyen zählen
zum Weltkulturerbe. Im Zentrum von Turin ist der Palazzo Reale gelegen,
der Königspalast der Könige von Sardinien-Piemont und später Sitz des
Königreichs Italien. Nachdem wir die Hauptsehenswürdigkeiten gesehen
hatten konnten wir noch entspannt durch die Altstadt unter den Arkaden
flanieren.
Der nächste Tag führte uns nach Alba, am Rande der Poebene. Das ist
der Hauptort des Hügellandes der Langhe. Die Stadt ist umgeben von
berühmten Wein- sowie Obstanbaugebieten und ist Zentrum der
Süßwarenindustrie und Hauptsitz der Firma Ferrero. Alba ist außerdem
die Trüffelstadt. In Alba haben wir das Rathaus und den berühmten Dom
aus dem 15. Jahrhundert besichtigt. Unsere Rundfahrt führte uns an vielen
Burgen und Schlösser vorbei in Richtung Barolo, wo auch der bekannte
Spitzenwein herkommt. In Barolo konnten wir leider keine Besichtigungen machen, da hier Vorbereitungen für ein großes Festival getroffen wurden.
Unterwegs fuhren wir an vielen Haselnussplantagen vorbei.
In Asti, die wichtigste Stadt des Piemont, hatten wir wieder eine
Stadtführung Das Gebiet wird auch das Weinanbaugebiet des Monferato
genannt wo u.a. die Moscato und Barbera d‘ Asti heranreifen. Weiter ging
es nach Canelli, Sitz vieler Weingüter, die auch den berühmten Asti
Spumante herstellen. Hier hatten wir eine Führung durch den Sektkeller
mit anschließender Sektprobe. Nach der Sektprobe kam noch eine
Grappa Verkostung. Es konnte überall eingekauft werden.
Der fünfte Tag führte uns zuerst nach Vercelli, eine kleine reizvolle Stadt
und der größte Umschlagplatz für Reis in Europa. Unser Ziel war eine
Reisplantage um näheres über den Reisanbau zu erfahren. Der Reis wird
im Oktober geerntet und wird wie das Korn weiter verarbeitet. Eine
interessante Vorführung wo auch Reisbier verkostet werden konnte. Diese
Reisproduzenten stellen hauptsächlich Risotto Reis her. Die
Wallfahrtskirche Sacro Monte di Crea, etwas oberhalb gelegen war das
nächste Ziel. Die Fassade der Basilika ist schon ein Augenschmaus. Nach
dieser Besichtigung ging es auf einem anstrengenden Weg weiter um sich
die 23 Kapellen noch anzusehen. Nicht alle sind diesen steilen Weg
gegangen, bei immer noch sehr heißen Temperaturen. Nach so einem
Tag haben wir uns alle gefreut noch vor dem Abendessen in den Pool zu
springen.
Der letzte Tag führte uns in die sehr schöne Stadt Casale mit Stadtführung
und Kathedrale di Sant’Evasio des Monferato. Hier hatten wir noch Zeit
um den großen Markt zu besuchen, wo doch einige Personen eingekauft
haben. Weiter ging die Fahrt durch die Hügellandschaft des Monferato.
Der Abschluss war dann das Augustinerkloster zwischen Wald und
Weinbergen. Die Legende – sagt, dass dieses 773 von Karl dem Großen
– gegründet wurde. Nach dieser Fahrt wurden wir bereits zu einer
Schinkenverkostung erwartet um anschließend noch an einer Weinprobe,
in der Nähe unserer Unterkunft, teilzunehmen.
Abschließend kann man sagen, es war eine schöne Reise, sehr
anstrengend durch die heißen Temperaturen, viele neue Eindrücke und
Erlebnisse. Unsere Reiseleitung „Maria Rosa“, die uns vier Tage begleitet
hatte, hat uns sehr ausführlich informiert, so dass man nicht immer alles
aufnehmen konnte – einfach zu viel. Sie hat es ja gut gemeint. Unser
Busfahrer „Jürgen“ mit seiner Gattin „Birgit“ hatte uns bestens begleitet
und betreut. Der Bus hatte auf der Heimfahrt sicherlich mehr Gewicht, da
wir bei allen Verkostungen und Wein/Sektproben eingekauft wurde. Auch
auf dem Markt wurde kräftig eingekauft. Man könnte fast sagen es sei eine
Einkaufsreise gewesen. Ein Dank geht an die Firma Stahl, die diese Reise
sehr gut vorbereitet und unsere Birgit den Vereinsfreunden bestens
präsentiert hatte. Die Heimfahrt hatten wir um 8 Uhr angetreten und
Jürgen hatte bereits gehört dass am „Gotthard-Tunnel“ ein größerer Stau
war und änderte die Route über den „San Bernadino Pass“. Eine schöne Fahrt durch die Schweiz. Gegen 19 Uhr waren wir am Vereinsheim
angekommen. Vielen Dank Birgit!

Für den Vorstand
Heidemarie Haas 2. Vorsitzende